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Wolfgang Maiworm, E-Mail: wolfgang@lebens-t-raeume.de, Website: www.wolfgangmaiworm.de
Liebe Leserinnen und Leser,
heute ist zwar erst der 11. März, doch bei Erscheinung dieser Lebensräume-Ausgabe im April wird eines immer noch gegeben sein: KRIEG. Und die Sehnsucht nach FRIEDEN wird dieselbe Dimension haben wie vor Jahrhunderten.
Warum ist das so? – Das wollen nur wenige wahrhaben: Gott ist Krieg und Frieden, Überfluss und Mangel, Winter und Sommer usw. Die Schöpfung ist polar. Die Welt ist polar. Die vermeintlichen Gegensätze wollen vereinigt werden. Aus der Zweiheit, dem Entzweiten, dem Zwiespalt, der Verzweiflung wird wieder ein Ganzes, wenn zwei Pole als zusammengehörig begriffen werden, so wie Plus und Minus.
Doch die meisten unter uns polarisieren das Göttliche, polarisieren Gott, indem sie ihn mit FRIEDEN gleichsetzen und KRIEG für Menschenwerk halten. Krieg halten sie für teuflisch, Frieden ist göttlich. – Ob in der Geschichte oder auch in der Literatur, ob bei Gandhi, Hitler oder Netanjahu, man kann sich nicht vorstellen, dass Gott beides ist. In aller Regel entscheiden sie sich für eines von beiden. – Wenn wir bewusster werden als die Genannten, sind wir jenseits jeder Wahl. Wir mischen uns nicht mehr ein, wir erkennen an, was ist – und hören auf, Gott unsere eigenen Ideen von Moral überzustülpen.
Stellen Sie sich doch bitte den folgenden Fragen: Was wäre Frieden ohne Krieg? Ist Frieden ohne Krieg überhaupt möglich? Wäre ein Frieden ohne Krieg mehr als ein Friedhof? Krieg ist Lebendigkeit, Dynamik und intensives Sein – es ist die aktive Bewegung im Alltag, ehe wir uns dem Frieden des nächtlichen Schlafes hingeben. Wer nur einen Pol wählt, stirbt, denn das Leben gedeiht nur durch Polarität. Deshalb: Krieg und Frieden! Zufriedenheit und Unzufriedenheit – das ist der Weg, das ist das Ziel. Gott in dir sind Mitgefühl und Wut. – Wer das akzeptieren kann, akzeptiert total. – Es gibt nichts zu wählen. Gott ist alles. Dein wählendes Ego verschwindet.
So – nun steht dein Verstand am Abgrund. Nun wird dir allmählich klar, dass Gott beides ist – und so wird alles geheiligt. Alles wird heilig – und in deinem Mitgefühl liegt die Aggression, in der Wärme die Kühle, im Männlichen das Weibliche.
Der Weise sieht ein: „Der Mann ist Begierde, Aufregung, Krieg; er ist immer irgendwo unterwegs, will irgendetwas erreichen, findet etwas, sucht und forscht. Der Mann ist der Vagabund, die Frau ist das Heim. Aber wenn sie sich treffen, wenn der Vagabund auf das Heim trifft, wenn Verlangen und Überfluss sich treffen, wenn Aktivität und Passivität sich treffen, entspringt die größte Harmonie, die verborgene Harmonie. – Die Gesellschaft ist männlich orientiert, darum gibt es Krieg, und selbst der Frieden ist nicht ehrlich. Unser ‚Frieden‘ ist nichts als eine Lücke zwischen zwei Kriegen; es ist kein ehrlicher Frieden, er ist nur eine Vorbereitung auf den nächsten Krieg… Und wenn der Frieden unehrlich ist, wird auch der Krieg unehrlich… Krieg ist manchmal gut. Frieden ist manchmal schlecht, es kommt darauf an. Manchmal ist Frieden nichts als Unfähigkeit; dann ist er nicht gut. Es ist zwar ein Frieden, aber ein fauler. Manchmal ist Krieg nichts anderes als Wahnsinn; dann ist er nicht gut. Man muss alles ohne Vorurteile betrachten und prüfen. Nicht jeder Krieg ist schlecht und nicht jeder Frieden ist gut.“
Prüft die Absichten eines Netanjahu. Prüft die Absichten von Trump, Putin, Selenskyj, Chamenei! Sie alle sind männliche Kinder Gottes. Sie alle sind Vermittler zwischen Erde und Himmel. Sie alle sind in der Polarität. Sie alle sind Egoisten. Sie alle erliegen dem Wahnsinn, dass der Krieg alle Mittel heiligt. Sie schließen keinen echten Frieden. Sie bleiben in der Einseitigkeit. Ehren nicht ihre Gegner. Sie sind teuflischer Natur. Gehörnte. Keiner von ihnen ist besser oder schlechter. Sie sind irrsinnig. Und du? Und ich? Und die Frauen der Genannten?
Alles Liebe,
Wolfgang Maiworm


