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Wolfgang Maiworm, E-Mail: wolfgang@lebens-t-raeume.de, Website: www.wolfgangmaiworm.de
Liebe Leserinnen und Leser,
lassen Sie uns im Neuen Jahr noch einmal ganz von vorne anfangen: Was war, bevor Leben in Zeit und Raum gemessen wurde? Was ist der Sinn des Lebens innerhalb von Zeit und Raum? Wer bildet den Mittelpunkt im Kreislauf von Zeit und Raum in diesem Universum? Was ließ den Samen entstehen? Was ist dieses Leben außerhalb aller Formen, das jedoch alle Formen durchdringt? Wie können wir dieses Leben erhaben über Zeit und Raum begreifen? Was bleibt, wenn wir Namen und Beschreibung für dieses Leben verlieren? Die Antworten führen ins Unermessliche.
„Das Namenlose ist der Anfang von Himmel und Erde. Das Namenhabende ist die Mutter der abertausend Wesen.“ (Laotse)
Was ist das hierin verborgene Geheimnis? Leben ist jenseits von Zeit und Raum und gleichzeitig in Zeit und Raum. In seinem In-eins-Sein ist es ein Geheimnis, hat aber den gleichen Ursprung.
„Dieses Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist aller Geheimnisse Pforte.“ (Laotse)
Wer offenbart uns diese Wahrheit so, dass sie nicht nur vom Herzen, sondern auch vom Verstand erfasst werden kann?
Ansatzweise Johann Wolfgang von Goethe, wenn er sagt: „Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis.“
Ansatzweise C. G. Jung, wenn er sagt: Des Menschen Wert offenbart sich darin, wie weit er sich auf Höheres zu beziehen vermag.
Jesus: Wer mir nachfolgt, der wird leben – „wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“
Der tiefere Sinn: Man muss das Kreuz von Zeit und Raum auf sich nehmen, um es dadurch zu überwinden.
Jesus, der das Kreuz trug: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Deshalb: „Jesus, geh voran auf der Lebensbahn – und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen. Nimm uns an der Hand bis ins Vaterland. Sollt’s uns hart ergehen, lass uns feste stehen und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen, denn durch Trübsal hier führt der Weg zu dir.“
Es gibt nur eine Weisheit: Erkenne die Intelligenz, die alles mit allem verwebt. Weisheit ist eins und einzig. Unwillig und doch willig lässt sie sich beim Namen des Zeus nennen. (Heraklit)
Wie finden wir angesichts dessen zu einer natürlichen (Ein)ordnung in dieser Welt?
Nur dann, wenn wir eine Ahnung vom Tao, dem Weg jenseits von Anfang und Ende, geschenkt bekommen. Dann ist dieses Leben ewig und namenlos.
„Obwohl so einfach, vermag die Welt doch nicht, es zu erfassen. Wenn Fürsten und Könige fähig wären, es zu bewahren, die abertausend Dinge strömten ihnen wie von selbst zu. Himmel und Erde vereinigten sich, um segenbringenden Tau herabzusenden. Die Menschen ohne Verordnung kämen wie von selbst in Ordnung. Wenn das Verfügen beginnt, entstehen die Namen. Sind die Namen einmal da, so sollte man auch einzuhalten wissen. Wer einzuhalten weiß, kommt nicht in Gefahr. Taos Dasein in der Welt: Es ist wie das Meer, in das alle Bäche und Flüsse münden.“
(Tao Te King – Übersetzung Vers 32 von Zensho B. Kopp)
Ich wünsche Ihnen – und speziell Dir – ein freudvolles Jahr 2026!
Herzlichst
Wolfgang Maiworm




