Lebens|t|räume Magazin

Ausgabe Mai 2020

„Corona“ und die Welt
Wolfgang Maiworm: Bill Gates – Retter der Menschheit?

Wasser und Gesundheit
Walter Ohler: Leuchttürme – Quellen des Lebens e.V.
Wolfgang Bauer: Ein Jungbrunnen für Körper Seele und Geist

Gesundheit und Bewusstsein
Sigmund Schuster: Dein Schlafplatz – Weichensteller Deines Schicksals

…und vieles mehr

Liebe Leserinnen und Leser,

es gehört zu den Erscheinungen unserer Zeit, dass wir uns mehr um das Kleinkarierte, also um die Vielfalt der Details, kümmern, als um das Zusammenhängende im großen Ganzen.  Somit liegt es in der Natur der Sache, dass wir nicht mehr das Universelle im Blick haben, sondern uns in der Betrachtung und Analyse der immer kleiner werdenden Komponenten der Dinge und des Seins an sich verlieren. Dies bedeutet in der Übertragung auf das Virus der Zeit, dass wir uns mehrheitlich viel detailversessener mit der „Bekämpfung“ des Corona-Virus beschäftigen als mit der übergeordneten Schau, die uns die Zusammenhänge erkennen ließe, was dieses Kleine als Mikrokosmos in Entsprechung zum Makrokosmos erst möglich macht.

Viren gibt es ja zuhauf. Sie sind in uns und außerhalb von uns. Ständig. Gefährlich werden sie erst dann, wenn sie mutieren und den Organismus „angreifen“. Doch lange nicht alle, die angegriffen werden, reagieren mit Angst, Zurückweisung und Gegenwehr. Manche lassen geschehen, andere begegnen der „Gefahr“ mit Vorsicht, wertfreier Analyse, Vertrauen in die Sinnhaftigkeit, Einordnung in ein analoges Weltbild.

Beiden gemeinsam ist das Bestreben, Leben zu erhalten und dem zu widerstehen, was es seines Sinns beraubt.

Was aber ist der Sinn, wenn das Leben selbst sich nicht den Sinn gibt?

Es verhält sich dann wie der Kern zur Schale. Sie sind nicht voneinander zu trennen, genauso wenig wie Gott und Welt, Anfang und Ende. Erst dann, wenn wir Zeit und Raum in jene  Begriffe lenken, sind wir im kausalen Denken von Ursache und Wirkung – und huldigen damit einer wissenschaftsfreudigen, detailverliebten Betrachtung und Behandlung unserer individuellen Existenz im Verhältnis zu jeder Form von Gemeinschaft. –

Dann grenzen wir ab. Dann ist Kern etwas anderes wie Schale und Gott etwas anderes wie Welt. Dann kann man eine Aussage nicht verstehen, die bedeutet: Das Ziel ist erreicht, bevor der erste Schritt gemacht ist.

Ist es also eine Frage der Intelligenz, wenn zu dieser Erfassung unserer Existenz eine andere hinzukommen darf bzw. muss? Ein Begreifen, dass das hermetische Gesetz „wie oben, so unten“ („Wie im Himmel also auch auf Erden“) im Detail widerspiegelt, was im Großen angelegt ist? Was ist die Basis des Verstehens, wenn zwei Aussagen nebeneinander stehen: 1. „Der Tropfen geht im Meer auf“, 2. „Das Meer geht im Tropfen auf“?

Was ist die Basis des Verstehens, wenn festzustellen ist, dass die Lungen dieser Welt, insbesondere die Regenwälder, zerstört werden – und in Entsprechung dazu ein Virus herhalten muss, im Detail, bei dem in Resonanz dazu befindlichen Individuum, wahrzunehmen, dass die Lunge krank wird und ggf. zerstört wird – dem Gesetz „Makrokosmos = Mikrokosmos“ entsprechend?

Ich frage Sie in diesem Zusammenhang: Was ist das für eine Flickschusterei, wenn jetzt ein Impfstoff gesucht wird, der die jetzige Ausprägung des Corona-Virus erfasst und „bekämpft“, wenn nachfolgend dieses Virus gesetzmäßig weiter mutieren wird und eine neue Herausforderung darstellt? Geht es dann im Fortschritt der Detail-Untersuchung darum, einen weiteren Impfstoff zu entwickeln?- Sie meinen, diese Argumentation sei nicht logisch? Auf einer unbefriedigenden Ebene der Betrachtung könnte ich jetzt auf die kausale Ebene gehen und feststellen, dass die Erfahrungen im Ursache-Wirkung-Denken bei Vogelgrippe und Schweinegrippe für sich sprechen: Aus Mücken werden Elefanten gemacht, wenn es bestimmten Interessen dient.

Befriedigender ist die Beschäftigung mit der Immunologie, der Beschäftigung mit der „allgemeinen Abwehr im Sinne der Fähigkeit des Körpers, einer Krankheit zu widerstehen, unabhängig von deren Ursache“. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: a) die Infektionskraft eines Erregers zu begrenzen, b) die Voraussetzungen, die eine Krankheit entstehen lassen könnten, zu unterbinden.

Was gehört denn zur „Abwehr“? – A) eine angeborene Immunität, b) eine Disposition, die zum Mensch-Sein gehört, c) eine Gegebenheit, die zur Abstammung/Rasse/Herkunf t gehört, d) eine spezifische individuelle Resonanz zum jeweiligen Krankheitserreger, e) eine durch eine bestimmte Verhaltensweise erworbene Immunität, f) Reaktion auf Medikamente, g)  mitgebrachtes Erbgut, h) aktuelle familiäre oder berufliche Umstände, i) geographische Einflüsse, j) Lebensalter, k) Jahreszeiten, l) Empfindlichkeiten und Verträglichkeiten, m) körperliche
und seelische Faktoren, n) geistige Beweglichkeit, O) ethische Orientierung.

 

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