Lebens|t|räume Magazin

Ausgabe Dezember 2020

Fürchte Dich nicht!
Dr. Ruediger Dahlke: Fürchtet Euch nicht!
Vera Wagner/W. Maiworm: Ist die Welt noch zu retten?.
Dr. Christian Brehmer: CORONA–Entschleunigung–Besinnung–Neuausrichtung.
Johannes Galli: Die krönende Corona–Bekämpfungs–Idee

Ganzheitliche Medizin
Lara Weigmann: Die Mischung macht´s – ungünstige Nahrungsmittel–Kombinationen

Besinnliches
Vinzent Liebig: Blick in die Zeitqualität am Ende des Jahres 2020

…und vieles mehr

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Weihnachten angesagt ist, breitet sich in mir immer noch eine Schwingung aus, die vorgibt, DANKE zu sagen und auch den Blick für das Künftige zu öffnen. –

Es war ein spannendes 2020. Und das Alltägliche war das Besondere:
Mit Lara habe ich jeden Tag überlegt, was für uns, unsere Nächsten, für unsere Freunde und Geschäftspartner, für unsere Umwelt in den verschiedensten Lebensbereichen das Wesentliche, das Notwendige und Beglückendste sein könnte. So kreierten wir den Kongress Medizin und Bewusstsein mit dem Motto „Schmerz frei“, fanden Sponsoren, wunderbare Referenten, Messe-Aussteller, Helferinnen und Helfer. Wir boten unsere Hilfe über das Erfassen des individuellen Lebensplans (Horoskops) an, gestalteten Themenabende in Kelkheim-Ruppertshain – und so ganz nebenbei studierten wir jeden Tag Ayurveda-Medizin – und hier beginnt der Blick zurück ein Blick in die Zukunft zu werden….

…..wir absolvierten im Zusammenhang mit dem Ayurveda-Studium im März ein Praktikum in der Klinik unseres Ausbildungsleiters Professor Gupta in seiner Klinik in Nadiad in Indien, als wir kurz vor Beendigung die Nachricht erhielten, sofort Indien verlassen zu müssen, da am nächsten Tag wegen Corona die Grenzen geschlossen werden würden. – Mit Hilfe des Leiters des Idsteiner Reisebüros, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind, gelang es uns, die letzten Plätze im letzten Flugzeug, das Indien Richtung Deutschland damals verließ, zu erhalten – und den Irrsinn zu erleben, der sich bis heute im Zusammenhang mit Corona-Bestimmungen feststellen lässt.

Doch ob „Irrsinn“, „Leichtsinn“, „Unsinn“ oder „Blödsinn“ – jede Art von individueller Wertung erstickte und erstickt in dem, was man gesetzmäßig so formuliert: „Gemeinschaftsinteresse vor Individualinteresse“ – und Gemeinschaftsinteresse ist es, die Gesellschaft vor der Ausbreitung von Corona zu schützen.

So erlebten wir mit Ihnen allen die Einschränkungen unserer Lebenskreise. Wir verloren Geld und lieb gewordene Freiheiten, dazu soziale Kontakte und mehr und mehr auch das Vertrauen, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel, die zu unserem Wohl wirken sollten, noch gegeben ist. – Jeder hat es etwas anders im Konkreten erlebt. Jeder hat sich unterschiedlich angepasst oder aufgelehnt. Masken, die eine verdächtige Vermummung waren, mutierten zu Pflicht-Verkleidung. Querdenken, das in fortschrittlichen Unternehmen, erwünscht und gefördert war, wurde zum Schimpfwort für alles, was die Obrigkeits-Verordnungen in Frage stellte. Kultur-Veranstaltungen wurden eliminiert und die Sub-Kultur von stromlinienförmiger Meinungsbildung in Talk-Shows erlebte eine Inflation.

Was wirkt aus dieser Vergangenheit in die Zukunft?

Immer dasselbe! – Wer Angst hat, wird in dieser Enge seines Denkens und Fühlens davon ausgehen, dass die einengenden Maßnahmen, die „zum Wohle des Ganzen“ verfügt werden, sinnvoll seien. Er und sie werden sich an Begriffe wie „Pandemie“ und „Impfstoff“, „Vorsorge“ und „Vorsicht“, „Abstand“ und „Schutz“ klammern und Mehrheiten bilden, die die „Demokratie“ braucht, um in der bestehenden Angst-Form weiterzubestehen. „Keine Experimente“ war das Motto dazu – und es wird das Motto bleiben.

Jene, die Angst haben, diese jedoch an der Hand nehmen und bereit sind, ein Risiko einzugehen, sind bestenfalls in einem politischen Kalkül  wirkungsvoll: Es sind die Liberalen, die sich vereinzelt in der FDP finden, die ihren Einfluss öffentlich umsetzen, indem sie als künftige, mögliche Mehrheitsbeschaffer nicht ganz an die Wand gedrängt werden. Sie sind ein Sprachrohr für jene in Deutschland, die nicht auf die Straße gehen, weil sie die Verunglimpfung, dann „Verschwörungstheoretiker“ genannt zu werden, oder gar als Verbündete der Reichsflaggen-Träger zu gelten, nicht provozieren wollen. Sie sind die „Kämpfer im Untergrund“, die mit der Faust in der Tasche auf die nächste Wahl warten und den Zeitgeist neu kreieren werden.

Ich kenne viele, die keine Angst haben. Sie engagieren sich unterschiedlich. Manche können entsprechend ihres Temperamentes nicht anders – und sie gehen in den direkten Protest. Sie sagen ihre Meinung frei heraus und lassen sich beschimpfen. Andere – siehe Bericht von Dr. Ruediger Dahlke – suchen die Bewusstheit zu fördern, indem sie Zusammenhänge zwischen Geist und Materie, Freiheit und Abhängigkeit, Kadaver-Gehorsam und Fürsorge aufzeigen. Ich selbst schaue mir die Rhythmen an, in denen sich über die verschiedenen Erfüllungsgehilfen in Politik, Wirtschaft, Religion, Kultur usw. Zustände ergeben, die wie alles in dieser Welt unterschiedliche Bewertungen erfahren. Im Zusammenhang mit Corona gibt es, weil es ja eine weltweite Ausdehnung eingenommen hat, zwangsläufig unterschiedliche, zu betrachtende Rhythmen. So gilt für China etwas anderes als für die USA  oder Deutschland. Für Hessen gilt etwas anderes als für Bayern. Für den Hochtaunus etwas anderes als für den Main-Taunus, für das Pflegeheim etwas anderes als für das Restaurant, für Herrn Meier etwas anderes als für Frau Lehmann, für Dich etwas anderes als für mich.

Daraus ergeben sich im besten Fall unterschiedliche Maßnahmen für die Betroffenen.

Doch dazu gehört Vertrauen. Vertrauen – das fehlt.

Es fehlt zwangsläufig, solange es kein Verständnis zu einem „senkrechten Weltbild“ gibt, nach dem der Mikrokosmos ein Abbild des Makrokosmos ist  (und umgekehrt) – und jeder nach dem in ihm liegenden Gesetz zu handeln hat – und mehr oder weniger bewusst auch immer handelt. – Wäre dies gegeben, dann wäre jetzt klar, dass wir zum Beispiel in der Bundesrepublik Deutschland jetzt keine Möglichkeit haben, den Vorgaben, die die Regierung beschließt, zu entgehen. Das Ergebnis steht also fest, bevor auch nur eine einzige Meinung zu den Vorgaben geäußert wird. Heißt: Es ist im Gesetz, nach dem wir eine Entwicklung in der Bundesrepublik in einem vorgegebenen Rhythmus zu erleben und zu erfüllen haben, schon klar, dass die Interessen, die im Staatsgefüge unterhalb der Regierungsgewalt sind, ins Leere laufen, so berechtigt sie nach gesundem Menschenverstand auch sein mögen. –  Beweisführung dafür ergibt sich im Betrachten des Horoskops der Bundesrepublik. –

DENNOCH muss jeder Einzelne entsprechend dem, was in ihm rhythmisch angelegt ist, nicht fatalistisch die „Flinte ins Korn werfen“, sondern gegen diese Windmühlen kämpfen, um ein persönliches Wohlfühl-Seelen-Erlebnis zu haben. Dies bedeutet unter dem Strich für jeden von uns: Nimm Dich wichtig, ohne Dich wichtig zu nehmen. – Zeig Dich, offenbare Dich, und wundere Dich nicht, dass Deine Vorstellungen nicht immer aufgehen. – Das liegt an dem, was Welt ausmacht: Es gibt zu Deiner Bewegung immer eine parallele Bewegung, die man Schicksal nennt. Manchmal decken sie sich, manchmal nicht. – Nimm dieses Kreuz auf Dich! Es ist das Leid, das zum Glück wird, wenn Du es verstanden hast.

Dann wird die von außen verordnete, in die räumliche Enge vertriebene Weihnachtszeit für Dich eine freudvolle stille Zeit mit dem Höhepunkt einer „Stille Nacht – heilige Nacht“, in der Dir bewusst wird, was für einen tiefen Sinn die Weihnachtsgeschichte hat, wenn man ihre innere symbolische Bedeutung erfasst. Ein Aspekt dazu ist, dass es nicht eher hell wird, bis es ganz dunkel geworden ist. – Corona bringt uns nicht um. Nur die Angst, dass es so sein könnte, bringt uns um. –

Herzlichst, Wolfgang Maiworm
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